Was ist eine Grundstücksbewertung?
Die Grundstücksbewertung dient der Ermittlung des Verkehrswertes (Marktwerts) eines Grundstücks. Sie basiert auf dem Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren.
Redaktion Grundstücks-Check · Geprüft am 2026-02-19 · Quellen: BauGB, BauNVO, AdV
Verfahren der Grundstücksbewertung
Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) kennt drei normierte Verfahren:
Vergleichswertverfahren: Der Wert wird aus tatsächlichen Verkaufspreisen vergleichbarer Grundstücke abgeleitet. Das genaueste Verfahren, wenn ausreichend Vergleichsdaten vorliegen.
Ertragswertverfahren: Für vermietete Immobilien — der Wert ergibt sich aus den nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen.
Sachwertverfahren: Der Wert setzt sich aus Bodenwert + Gebäudewert (Herstellungskosten abzüglich Alterswertminderung) zusammen.
Rolle des Bodenrichtwerts
Der Bodenrichtwert ist ein zentraler Eingangswert für alle Bewertungsverfahren. Er gibt den durchschnittlichen Lagewert des Bodens pro m² an und bildet die Basis für die Bodenwertermittlung.
Häufige Fragen zu Grundstücksbewertung
Ist der Bodenrichtwert der Verkehrswert meines Grundstücks?
Nein. Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für eine Zone. Der Verkehrswert eines konkreten Grundstücks kann je nach Größe, Zuschnitt, Erschließung und Bebauung erheblich abweichen.